Archiv für den Monat: Oktober 2009

Was lange dauert…

…hat auch mal ein Ende. In diesem Fall ein Glückliches! Und nach einem Ende ist dann auch immer etwas Neues oder Weiterführendes zu erwarten. In diesem Fall eine neue Website. Aber das ist es ja eigentlich immer. Etwas genauer ist diese Website ein webbasiertes Workflow-Management-System für das konzernweite Produkt-Innovationsmanagement eines führenden mittelständischen Global Players.

Spezifische Editoren für das Anlegen von Produktideen aus der Forschung und dem Marketresearch, Bewertung und Ergänzung durch die weltweiten Produkt- und Marketingmanager, Auswertungsmöglichkeiten, umfangreiches Rollen und Rechte-Konzept für User, Redakteure und Admins und das ganze in zwei Sprachen.

Von 0.1 Briefing auf Release 1.0 in knapp drei Wochen!

Dem Engagement des Umsetzungspartners und den Möglichkeiten von Ruby on Rails ist zu danken! Schöner Gedanke auch den eigenen Kunden bei der nun effizienteren Welteroberung behilflich sein zu können.

Fehlersuche

Manchmal kommt es vor, dass man komplett was neues erlebt. Alles ist so getestet wie es einem die Erfahrung und die Spürnase vorgibt. Alle möglichen Userszenarien sind berücksichtigt und letzendlich ist man froh, dass alles so funktioniert wie es angedacht gewesen ist.

Und in diesem Moment des kleinen Glücks zieht dann eine Wolke auf, überraschend und aus dem Nichts.

Sind Computer nicht mal dafür erfunden worden öde Rechenarbeit den Menschen zu erleichtern? Eigentlich sollte man davon ausgehen können, dass so ein Chip im 21. Jahrhundert in der Lage ist, die Prozentangaben von ganzen Zahlen mit Auf- und Abrunden zu bewältigen. Also z.B. 93% von 271px. Warum das? Man kann eine Website ja noch zoomen, vergrössern und verkleinern. Schmalbrüstige Netbooks mit supersüsswinzigkleinen Grafikkarten geben dann bei dynamisch veränderlichen Objekten im Browser den Geist auf und frieren ein. Das muss man erstmal bei der Konzeption von Interfaces vermuten. Seltsam.

Yep…

An der Mär, dass Apple gute Software herstellt ist anscheinend doch was dran. Präsentationen. Eine Qual der letzten Wochen! Die sollen ja Kunden begeistern. Die Erfahrung ist, dass wenn man selber dabei Spass hat sie zu erstellen, sie mit dem eigenen Geist zu befüllen, die Wahrscheinlichkeit gering ist, dass der Kunde dabei gähnt. Wenn man weiss was macht macht und schreibt und scribbelt.

Unkritisch wie ich manchmal bin, gehe ich schon davon aus, dass ich in der Regel weiss, was ich da mache. Aber, dazu benötigt man das richtige Werkzeug. Keine Ahnung warum, aber am wohlsten habe ich mich mit Powerpoint 97 gefühlt. Alles danach war nur noch Gewürfel.

Seit ich auf MAC umgestiegen bin und den kurzeitigen Open Source Office-Trip hatte, musste ich mich mehrfach über Abstürze von NeoOffice und OpenOffice beklagen. Jetzt klingt mir der Spruch meines alten Herrn in den Ohren, dass ein Meister auch mit ‘nem schlechten Werkzeug meisterlich arbeiten können müsse. Kann man, dauert bloss länger und kostet Nerven. Und Software ist ja kein Hammer… Schluffiges einrasten, nicht vorhersehbares Verhalten von Tabellen und Schriftformatierung.

Das Freiburger Münster würde aussehen wie ne Sandkastenburg, wenn die so ein Werkzeug gehabt hätten. Nun habe ich eine Demo von iWork ausprobiert und bin gleich losgerannt zum Gravis-Shop meines Vertrauens. So muss ‘ne Software sein. Lecker! Dann klappt’s auch mit der Präsention. Aber nie mit dem Nachbarn!

Der Fahrlehrer hatte Recht…

Bei meinem ersten Führerscheinkurs ist mir der Spruch in Erinnerung geblieben und diesen habe ich immer im Strassenverkehr beherzigt, dass man immer mit dem Unmöglichen rechnen müsse. Auf gut Deutsch: “Stetig  die Augen auf im Strassenverkehr!”

Was ich 1986 noch nicht wusste ist, dass das eigentlich Murphy’s Law ist. Also in der freien Interpretation eines alten Hasen. Aber im Grunde kommt es auf das gleiche raus. Rechne mit dem Unmöglichen. Rechne mit der unmöglichsten Systemumgebung, mit den unglaublichsten Browsereinstellungen, mit den unbedarftesten Bedienern Deiner Anwendung. 99 können alles richtig machen, einer macht es “falsch” und zeigt somit die Grenzen der konzeptionellen Überlegungen und der Implementierung auf. Man kennt das auch unter dem Vorführeffekt. Ich glaube, dass ich jahrelang nicht mehr den Satz in den Mund nahm, bei dem ich früher bei meinen Leuten halb ausgeflippt bin, “Vorher lief es noch!”

Normalerweise ist es ja mein Talent mit spätestens drei Clicks den Fehler zu finden. Ein Wochenende zu testen ist nicht immer genug, wenn man die Zielumgebung nicht hat.

*FUCK*

Veränderte Konsumgewohnheiten

Ich glaube, dass ich in diesem Jahr in iTunes mehr Geld für Musik ausgegeben habe als in den restlichen 38 Jahren zuvor. Was wohl die wenigsten wissen: Ich habe in der Schule in dem einzigen Plattenladen meiner Heimatstadt über mehrere Jahre gejobbt. Neben dem damit verbundenen Imagegewinn über Musik “Bescheid” zu wissen und der Möglichkeit interessante Geschöpfe des Gegengeschlechts kennenzulernen, hatte dieses Engagement den Vorteil, dass man sich Kopien auf Kassetten überspielen konnte. Um diese dann zu verschenken, natürlich mit bemalten Inlay, den Farbkopierer gabs es damals noch nicht. Somit war beim Verschenken immer auch eine persönliche Note neben dem Musikgeschmack dabei. Meine heutigen Käufe in iTunes: Rammstein / Liebe ist für alle da und Guns N’ Roses / Chinese Democracy. Die Musik ist zwar für mich und nicht zum Verschenken gedacht, jedoch kamen die Erinnerungen und Gedanken schon dabei. Wäre doch super wenn man im Sinne von Mass Customization auch bei iTunes die Inlays und Booklets noch mitgestalten könnte. Mit webbasierten bunten Tintenfüller und so. Good ole’ times

Alter und Erfahrung schützen vor Torheit nicht

Ein gern gemachter “Fehler” ist, sich in Projekte mit begrenzten Budgets, engem Terminplan, nicht ausformulierter Aufgabenstellung und einen variablen Korridor der Zielerreichung einzulassen. Es ist unternehmerisches Risiko einer solchen Projektanfrage nachzugeben. Sei es, weil man keine andere Wahl hat, sei es aus strategischen Gesichtspunkten, wie z.B. der Hoffnung auf lukrative Folgeaufträge. Das für mich von Anfang an bekannte Risiko auf Zuruf ergänzende Änderungen und Zusatzanforderungen umsetzen zu müssen, wurde nicht ganz, aber immerhin dadurch heute entschädigt, vor dem Vorstand des Auftraggebers präsentieren zu dürfen. Seine Mitarbeiter meinten später, Gesetz der Schwelle, dass er sehr wenig kritisiert hätte. Positiv formuliert, er war zufrieden mit dem Stand der Arbeit. Oder auf gut väterlich-schwäbisch: Wenn ich nix sage, ist es Lob genug. Das lässt unternehmerisch hoffen, zumindest in guter Erinnerung zu bleiben und dadurch eine Hebelwirkung für zukünftige Projekte zu erzielen. Ist diese Hoffnung zu viel verlangt? Nope! Aber, es macht unternehmerisch wesentlich mehr Spass zu hören: Machen Sie das, koste es was es wolle! Aber genau so begann es bei dem gleichen Aufttraggeber, in anderer Konstellation, vor Jahren schon einmal. Geschichte wiederholt sich ja bekanntlich nicht, aber man kann von ihr auch Best practice ableiten. Und wieder stellt sich die Frage, darf man das so schreiben? Warum auch nicht ? Jeder bekommt nur Positives ab!

Besucher

Google Analytics ist ja echt ein tolles Tool. Selbstverständlich gibt es bessere und wenn man darüber nachdenkt , was Google mit den gewonnenen Daten macht, ist das sicherlich für manche Weltverschwörer unglaublich bedenklich und ungeheuer was der Datenkrake so damit machen wird (vorallem viel Geld verdienen). Für unsere Bedürfnisse reicht es jedoch völlig aus. Jeden Tag zeigt es z.B. an, wieviele Besucher auf der Website und auf dem Blog waren. Es werden täglich mehr. Es zeigt mir auch an, aus welchen Netzwerken die Besucher stammen. Auch hier interessante Erkenntnisse. Zum einen tauchen zunehmend mehr Besucher aus Netzwerken auf, die mir durchaus bekannt sind. Zum anderen sind es wiederkehrende Besucher. Die Bekanntheit des bislang in der allgemeinen Öffentlichkeit nicht kommunizierten aktuellen (sic!) Firmennamens und des Blogs nimmt zwar nicht so rasant zu wie eine Grippewelle, aber dennoch stetig. Lassen wir sie halt neugierig sein. Versprechen kann ich folgendes, es wird noch einiges passieren in der kommenden Zeit.
Gestern hatte ich noch mit einem ehemaligen Kollegen ein durchaus interessantes Gespräch. Dieser meinte, dass man Blogs doch nicht so schreiben könne und das die Zielmärkte die wir anstreben eine andere Sprache gewöhnt wären. Nun ja, ich hatte im Laufe der vergangenen Jahre mit einigen Entscheidern aus doch etwas grösseren Unternehmen gesprochen. Ich fand, dass man da sehr wohl eine deutliche Sprache und auch polarisierende Aussagen treffen konnte. Zumindest gab es dieses Feedback, dass Dialoge mit mir durchaus als angenehm empfunden worden sind. Worauf ich raus will ist, dieser Blog dient nicht dazu den x-ten hochgeschwollenen pseudowissenschaftlichen und vorallem langweiligen Internetdampf abzugeben. Das Lesen soll Spass machen, man soll sich auch darüber aufregen können.

Und: Ich bin sehr gespannt, wie der Blog-Besucherstrom beginnt anzusteigen wenn die tatsächlich geplanten Inhalte kommen.

Geschnittenes Brot…

…war bei der Erfindung schon eine gute Sache. Aber um das Brot kaufen zu können, benötigt man Geld. Das Geld bekommt man von Kunden und Auftraggebern. Das ist eine Differenzierung über die ich mich vor Jahren mal mit Erik Spiekermann unterhalten habe *Namedropping*. Nun ja, es sieht so aus, als das wir uns auch weiterhin geschnittenes Brot leisten werden können, denn das nächste Briefing für das nächste Projekt ist in zwei Tagen. B2B-Leadgenerierung. Eine Spezialität von io360
*Strike*

Erste Feedbackrunde

Sonntag morgen, vor einem Jahr verunglückte (man nenne mich in diesem Zusammenhang gerne pietätslos) Jörg Haider, vor 7 Jahren kam mein Sohn auf die Welt. In dieser durchaus positiv zu bewertenden Reihe ist die erste Zwischenlieferung unseres ersten grösseren Projektes anzusehen. In einer  kurzen Zeit wurde von unserem Partner erstaunlich gute Arbeit abgeliefert. Die grundlegenden Funktionalitäten sind vorhanden und das ist aus der Erfahrung heraus nicht immer so, denn sie funktionieren durch die Bank. So soll es doch sein, oder? Ein paar Layoutprobleme und Kleinkram in der Funktionalität, aber ansonsten kann ich schon mal sehr zufrieden sein. Mehr und mehr wird die Ahnung zur Gewissheit, dass die Welteroberung funktionieren könnte. 2010 wird ein richtig gutes Jahr werden.

Eine innere Befriedigung…

…erfährt man ja auch manchmal dadurch, dass man sich in eine Aufgabenstellung reinbeisst. Ist sie lösbar? Wenn ja, mit oder ohne Hilfe? Was tun, wenn keine Hilfe zur Hand ist? Try & Error hilft manchmal weiter. Und die Befriedigung ist dann am Grössten, wenn man doch über einen Workaround dort ankommt, wo man hinwollte. Leider ist das dem Kunden nicht in Rechnung zu stellen. Nennen wir es also Ausbildung. Beim nächsten Mal weiss man wie es geht…Und ist nachweisslich, trotz den Umwegen, noch immer schneller und für den Auftraggeber günstiger, als die Profis. Offline sucks sometimes!