Archiv für den Monat: Februar 2011

Webbased Human Resources

Wäre die Wehrpflicht vor einigen Jahren ausgesetzt worden, dann hätte das mir doch ein bisschen Ärger erspart. Aber zumindest eine ziemlich lustige Anekdote zum Thema Ghettoblaster und Marschmusik im Nebel wäre so nie unvergesslich in mein Gehirn gebrannt worden. Nun ja, zukünftig wird die Bundeswehr ihr Recruitment auf eine andere Art und Weise betreiben müssen.
In Zeiten von StuxNet und Cyberwar sollte man schon mal gucken wie es die Verbündeten machen. Abkupfern (oder aus aktuellem Anlass Xerox’ieren) kann ja nie schaden und bildet manchmal ungemein. Best Case-Studien halt. Ausserdem sind webbasierte Human Resources ja der neue Schrei, wirksam und vorallem kostengünstiger als ne Wehrpflicht.

Die Website des US Marines-Chorps ist ein gänzlich unpazifistisches, für uns politisch-unkorrektes Beispiel wie man Human Resources durchaus betreiben kann. Mit super Zielgruppenansprache. Also wie aus Burschen echte Kerle werden. Und die Freundinnen der Jungs können das ganze auf Facebook, Twitter und mySpace verfolgen. Oder auf den zahlreichen eingebundenen Videos. Den Rest sieht man ja eh auf CNN oder liest darüber dann aktuell auf Wikileaks.

US Marines

Unsere Jungs/Mädels von der Tarnfleck-Truppe sind da eher noch im Web 0.9-Karriere-Tunnel unterwegs. Wohl auch besser so.

IPv6

Endlich: Das Web of things kann starten. Das IPv4-Protokoll hat ausgedient: Seit 1980 wurden 4.3 Mrd. IP-Adressen vergeben.

Nun gehts weiter mit der Vergabe von 340 Sextillionen neuen IP-Adressen aus dem IPv6-Protokoll.
(340.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000) IP-Adressen. In einigen Jahren dürfte jedes hergestellte Produkt (RFID) eine eigene IP-Adresse besitzen. Ich bin dann echt mal gespannt was die Datenschützer dann für Alpträume haben werden.

Ein Überwachungsstaats-Szenario: Klitzekleine in den Stoff eingewebte RFID-Chips werden bei der bisher harmlosen Metalldektorenkontrolle an den Flughäfen automatisch mitgescannt und in Real-Time wird abgeklärt ob dieses oder jenes Kleidungsstück irgendwann einmal in der Nähe eines Tatortes / Politischen Demonstration aufgezeichnet / in Erscheinung getreten ist. Oder ob der Besitzer in der Vergangenheit in Bibliotheken nicht-koschere Bücher ausgeliehen hat.

Crowd finanziertes Nazi-Ufo-Movie-Projekt aus Finnland

Es gab ja schon diverse Kinofilme die sich das Web bereits in der Frühphase mit Guerilla-Marketing-Methoden zu Eigen gemacht haben, z.B. Blair Witch Project 1998 oder zuletzt mit relativ grosser viraler Aufmerksamkeit Cloverfield 2007, weil auch vBlog-Anspielungen in der Kameraführung bestimmend waren. Der neueste Film der mit dem Web tanzt (Suche nach Drehorten und FX-Helfern, Ideen fürs Drehbuch…), ist sogar zum grossen Teil mit den Spenden von begeisterten Internetusern finanziert, die auf allen möglichen Kanälen mit Footage auf dem Laufenden gehalten werden. Gibt es das Bullshit-Bingo Word „Crowd Media Financing“ schon? Und gab es nicht eine Zeit, wo es ein beliebtes Steuersparmodel vermögender Deutscher gewesen ist in Hollywood-Filme zu finanzieren?

Aktuell: Für den Unkostenbeitrag von mindestens EUR 1 kann man sich die ersten 5 min des wohl im Sommer 2011 anlaufenden Films anschauen: IRON SKY.

Hier gibt’s auch was zur Geschichte des Films und des Produzenten-Teams zu lesen. Klick!