Archiv für den Monat: März 2011

Schwäbelnde Modenschau

Seit den gestrigen Wahlen ist ja schwäbisches Grün durchaus salonfähig geworden. Dies hat sich auch gleich BASF zu eigen gemacht und ihre Website den Zeichen der Zeit farblich angepasst. Green Chemistry…

Nee ganz so ist es sicherlich bestimmt nicht. BASF hat sich vor einigen Jahren ein bunteres Farbkonzept verpasst und nun ist der Einstieg in die Corporate Website gerade halt grün. Steht ja auch für Hoffnung und ist viel sympatischer als das vormalige rot. Und da der Rest der DAX-Unternehmen auch weiterhin eher blau und seriös aufgemacht ist, sticht man hier durchaus angenehm hervor.

Auch BASF nutzt die zunehmendere Youtube-isierung in der Corporate Communication und setzt auf Video auf der Bühne. Relativ tagesaktuell mit einem Video des in meinen Ohren sehr angenehm schwäbelnden und unaufgeregten Vorstandvorsitzenden der sich artig bei den Mitarbeitern für das Geleistete bedankt und auch die Shareholder auf eine angenehme Dividende vorbereitet. Find ich gut. Ganz Prêt-à-porter wechselt der CEO sogar innerhalb eines Clicks das Hemd und den Anzug.

basf

www.basf.com

PS: Nachhaltige Unternehmen lassen sich einfach die Zeit, die es erfordert, um etwas besser als vorher zu machen. Wann haben die nochmals um den Relaunch Ihrer .com pitchen lassen? 2007 war das doch.

Echte Männer haben Haare auf der Nase

und wollten als Kind noch Pirat werden (natürlich nicht vor der Küste Ostafrikas), kümmern sich heute jedoch nur um die Weltgüterverkehrswege und heissen Uwe Jepsen. In amerikanischen Medien wird ja immer die heile und schöne Hollywood-Welt aufbereitet. Würde Clooney für GE nen Fischermann mimen? Der war ja auch schon auf See im Kutter unterwegs. Es gab nen Oscar dafür.

Ein kleiner Beitrag zum Thema Bühnen:
Siemens zeigt auf seiner Corporate Website-Bühne einen nicht wirklich revolutionären, jedoch konsequenten Einsatz von Video im Web in Zeiten von Web TV. Mit FullScreen und in HD. Und der Möglichkeit zu „like’en“ und „embedd’en“. Was auch in Anspruch genommen wird. In überschaubarer Anzahl. Social Media im Bereich Corporate Communication mit B2B-Investitionsgüterumgebung ist halt sehr speziell. Sicherlich sind die Klicks auf das Video wesentlich höher als die Bereitschaft das ganze zu „I like’en“. Und sicherlich wesentlichst weniger als die Klicks auf den darunter liegenden Product- und Industriefinder. Die Interessensgebiete der Siemens.com Besucher sind sicherlich auch zu verschieden als das sie sich für diesen eher abstrakten Corporate Content interessieren würden.

siemens

Ein überlegenswerter Ansatz die Bühne optimaler, sprich höhere Klickraten für die Vermarktung der Themencluster von Siemens zu nutzen wäre, die Keyword-Referrer serverseitig auszulesen und die Bühne entsprechend den Keyword-Clouds mit jeweilig anderen Specials zu füttern. Ist ja nur so ne Idee. Wurde sicherlich mal angedacht. Passt aber bestimmt nicht in den Corporate Communication Redaktionsplanung rein.

www.siemens.com

Also die Verschmelzung der Medien auf einem Gerät braucht noch etwas. Auch wenn ich sehr gerne solche „Mann mit Technik“ gegen Natur-Reportagen anschaue. Auf dem Fernseher.

Kreativität in Grenzen

Nun hat man ja schon öfters den Spruch gehört oder gelesen, dass Kreativität keine Grenzen hätte. Wo dieser Spruch in Richtung „Perpetuum mobile“ zielt, mag das nicht gelten. In Richtung Dummheit gilt er auf jeden Fall.

Ein Steckenpferd von io360 ist es ja Kreativitätsprozesse zumindest anteilig zu automatisieren. Die Ergebnisse dieser Aufgabenstellungen sieht man ja in diversen Referenzen und Produkten.

Zurück zur Kreativität: Gestaltung braucht Raster. Diese sind nicht beliebig vorstellbar, sondern folgen immer einer bewussten oder unterbewussten Auswahl von mathematisch maximalen Möglichkeiten. Dazu gibt es eine relativ einfach zu verstehende mathematische Formel, Poster und ein Video:

The 892 ways to partition a 3x4 grid from thomas gaskin on Vimeo.

Nun stelle man sich ein modulares Template-System in einem CMS vor, das genau diese Anzahl von Möglichkeit abbilden könnte. Also ich kenne mindestens zwei Projekte in denen dies möglich ist.

PS: Tatsächlich nutzen tut man dann doch nur eine Handvoll