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Social Media B2B NBD

Ich habe mich ja doch einige Zeit dagegen gewehrt Social Media als eine ernstzunehmende Sache anzusehen. Hier muss mich revidieren und Abbitte leisten. Nach zaghaften ersten eigenen Versuchen über Twitter, LinkedIn und XING Neukunden im Special Interest B2B zu generieren muss ich sagen, dass das schon funktioniert. Man muss nur nachhaltiger in den Dialog gehen, denn nichts ist älter als der Tweet von vorgestern. Cluetrain in real-time.

2012

knallfrosch

Ich wünsche allen Lesern einen guten Rutsch nach 2012. Das nächste Jahresende werden wir ja nach Roland Emmerich nur in schwimmenden Archen überleben, daher muss man einen Jahresausblick nicht bis dahin schweifen lassen. Den Jahresrückblick auf 2011 lassen wir mal, den berauschend war nicht alles. Fast hätte es mich nach Köln / München verschlagen. In früheren Agenturjahren wäre das ein Traumjob gewesen für eine internationale Agentur wie LBi das zentrale New Business Development durchzuführen. Aber io360, AQ, biblon sind dann doch zu sehr Herzenssache gewesen, ich am liebsten doch Chef und Entrepeneur und am Ende gab das genetische Material das ich in die Unendlichkeit geschickt habe den entscheidenden Ausschlag im Badischen zu bleiben…
Nebenbei wurden von io360 noch einige gute Dinge vollbracht, z.B. eine B2B-Landingpage mit mehr als 50% Conversionrate. Kein Wunder, denn es gab ja ein iPad zu gewinnen. Dann war noch die Business Development-Beteiligung an einem Start-up, was auch schon Erträge liefert, dann noch eine offensiver gelebte Partnerschaft mit Aquantum, die in 2012 noch breiter werden wird. Endlich konnte auch wieder ein Kunde für OpenBrandManual verzeichnet werden, weitere werden auch da folgen, denn auch hier gibt es nun eine vertriebliche Partnerschaft.

Aber 2012 wird bis zum wässrigen Ende weitaus besser werden: Es startet mit einem Relaunch eines regionalen Industriekonzerns, dann einem Relaunch eines sehr designaffinen Konzerns, dann noch das Redesign für einen MDAX-Konzern (Das Intranet ist ja schon von uns), dann noch ein Extranet für eine Tochtergesellschaft desselben….Und das vielleicht Beste zum Schluss: Die Website des global ausgerichteten Start-ups wird in den kommenden Wochen auch live gehen, nachdem der Service ja schon eine ganze Weile unter der digitalen Hand kursiert. Und ein Besuch in Nürnberg und ein Besuch in Paris stehen auch vor der Tür… Schade, dass die Welteroberung dann Ende 2012 enden wird.

Gutenberg oder Creative Business Deconstruction

Hollywood, Filmverleiher, DVD-Hersteller und Videotheken hat es ja schon erwischt. Von der Musikindustrie und Softwarez ganz zu schweigen…Illegale Bereitstellung und Downloads von Film und Musik greifen etablierte Absatzkanäle legal oder illegal an und ganze Industrien und Branchen bekommen das grosse Jammern, fordern die internationalen Gesetzgeber und am Besten das Rad zurückzudrehen.

Ein Gedankenspiel zu einer Industrie die sich gerade aufmacht mit Hilfe von eReadern, iPads auch morgen ihr Geld verdienen zu wollen. Verlage. Bei weiterhin sinkenden analogen und schwach ansteigenden digitalen Absatzzahlen. Bisher traten ja nur die Zeitungen und Zeitschriften in den Vordergrund. Aber was passiert mit den Büchern? OK, es gibt Hörbücher. Auf dem eReader-Markt herrscht jedoch weiterhin Konfusion durch unterschiedliche Formate und subjektiv zu hohe Preise für Gerät und Werk. Viele Bücher stehen digital nicht zu Verfügung, der Aufwand der jeweiligen Konvertierung in das passende Format scheint einigen Verlagen noch zu hoch zu sein.

Was würde passieren wenn sich günstige, für den Heimgebrauch taugliche Bücher-Scanner durchsetzen würden welche z.B. die gesannten Bücher im allseits beliebten PDF-Format speichern würden? Ich würde mutmassen, dass dann innerhalb kürzester Zeit illegale Buchtauschbörsen Konjunktur haben würden. Und kurz darauf die Verlage jammernd in die Klage ihrer Schwesterbranchen einstimmen würden.

Wer sich an das Scannen von Büchern machen möchte, dem empfehle ich folgende Bastelanleitung oder gleich etwas professioneller hier.

Eine innere Befriedigung…

…erfährt man ja auch manchmal dadurch, dass man sich in eine Aufgabenstellung reinbeisst. Ist sie lösbar? Wenn ja, mit oder ohne Hilfe? Was tun, wenn keine Hilfe zur Hand ist? Try & Error hilft manchmal weiter. Und die Befriedigung ist dann am Grössten, wenn man doch über einen Workaround dort ankommt, wo man hinwollte. Leider ist das dem Kunden nicht in Rechnung zu stellen. Nennen wir es also Ausbildung. Beim nächsten Mal weiss man wie es geht…Und ist nachweisslich, trotz den Umwegen, noch immer schneller und für den Auftraggeber günstiger, als die Profis. Offline sucks sometimes!

Deutungshoheiten

Das Netz. Unendliche Vielfalt. Unendliche Strömungen und Meinungen. Wie funktioniert es? Wer kann es treffend und eindeutig beschreiben? Sagen wir es mal so, es gibt nicht DAS Netz. Wie es funktioniert kann man nur auf der technischen Ebene beschreiben. Die Nutzung der im Internet angebotenen Inhalte und Services folgt individuellen Vorlieben und Neigungen. Der eine zwitschert, der andere bloggt, die meisten sind noch immer Contentgaffer und Serviceschmarotzer und werden es auch immer bleiben. Eine zu 100%-stimmige Ausrichtung eines Webangebotes, das allen Besuchern desselben gerecht wird, gibt es nicht und kann es wohl auch nicht geben, denn jeder Besucher ist in seinen Neigungen und seiner Herkunft ein Individuum. Man kann nur eine bestmöglichste Ausrichtung des Angebots annehmen, aber nie garantieren, dass dieses wirklich alle Bedürfnisse abdecken und gesetzten Ziele im vollsten Umfang erreicht.

Vernetzte Diskussionen ohne Meinungsbildung

Hmm, Was mir gerade aufgefallen ist, als ich auf Digitalpublic einige spannende Artikel gelesen habe, war das die Kommentarfunktion von den meisten Leuten für das Posten von Anmerkungen genutzt wird. Klingt doch normal, jedoch war das früher nicht überall so. Vorallem nicht so häufig und zu jedem Artikel. Was mir also aufgefallen ist, ist die Weise wie man das heute macht: Und zwar in der Art, wo und von welchem Leser dieser Artikel gezwitschert worden ist. Als Banause zu Twitter mutmasse ich ja nur, dass bestimmte Abkürzungen (wie RT) dies bedeuten. Grundsätzlich ist das Hyperlinken von Inhalten und Websites ja ne prima Sache. Aber: Das ist doch unhöflich den Content zu konsumieren, ihn als zwitschernswert zu erachten, ihn zu verlinken, jedoch nicht mitzuteilen warum man diesen nun als zwitschenswert erachtet hat. Der Zwitschernde agiert somit nur als Router zu einem spannenden Content, macht diesen jedoch nicht spannender, gehaltvoller und relevanter durch seine Meinung. Er steigert den Wert des verlinkten Contents alleine durch den Link auf denselben. Er bringt sich mit dieser Wertschöpfung zwar in eine digitale Community ein, jedoch ist diese Teilnahme auf das blosse Anschauen, in max. 140 Zeichen? zitieren und das Verlinken des spezifischen Contents reduziert. Könnte man auch Contentgaffer nennen. Ich werfe nicht den ersten Stein… Ich schreibe keine Tweets. Ich versuche mich in der Kunst einigermassen gehaltvolle und vor allem authentische Inhalte zu erstellen.

Sie nannten ihn liebevoll “Stinkstiefel”

…ich möchte mich bei meinem alten Kollegen-Chef und -Vorstand bedanken, dass er mir doch noch die in diversen Wetten versprochenen Champagner-Flaschen (MOËT & CHANDON Brut Impérial) für diverse Erfolge, in meiner alten Tätigkeit Leads zu generieren und Sales zu machen, hat per Fahrradkurier zukommen lassen. Wenn man einige Jahre als einsamer Grauwolf in einer Organisation tätig war, verliert man doch leicht den Blick auf das Wahre und das eigene Wirken. Auch wenn man für das Lebenswerk als Sales und PM ausgezeichnet worden ist, auch wenn jeder bei VI ein bisschen Tom ist. Sich sebst der schärfste Kritiker zu sein, verschliesst einem den Genuss sich feiern zu lassen, unternehmerische Dankbarkeit und Achtung entgegenzunehmen zu können. Die einzig wirkliche Befriedigung erfährt man dadurch, dass noch immer Espressotassen herumstehen. Jetzt darf jeder ein bisschen für sich selbst weiter wachsen. Ob als zartes Pflänzchen oder als ein gewachsener Baum mit langem Schatten.

Ärgerliche Vorkommnisse

….da kauft man sich im treuen Glauben an die Marke und um das eigene Unvermögen wissend, Systempflege bei PC’s/Windows zu betreiben, einen MAC. Ein MacBook Pro um es genau zu sagen. Ganz einfach aus dem Grund, dass man sich jahrelang mit immer langsamer werdenden PC’s/Laptops unter Windows NT/2000/XP/Vista rumgeschlagen hat und den Gerüchten, dass auf Apple nie was schiefgeht. Also die anfängliche Freude an meinem MAC ist vergangen. Stetige Abstürze meines Aptanas nerven. Zudem hat mich meine Entscheidung auf OpenSource wie OpenOffice oder NeoOffice zu setzen nun auch einige Nerven und Zeit gekostet. Das dauert mehr als dreimal solange als wenn ich es auf einem PC mit MS Office mache. *grrrr*

Relevanter Content

…war für mich bis vor ein paar Wochen noch ein inflationäres Buzzword im meinem Wirkungskreis. Die Frage ist ob und wie man relevante Contents planen kann. Wann ist was relevant? Wenn die Sichtung und das Erfassen des Contents das Leben ändert? Oder dem Besucher der Website zu einer wichtigen Erkenntnis verhilft? Was ist Content? Gibt es nicht auch relevante Services? Oder relevante Nichterkenntnisse? Ich finde nix, also suche ich? Wie bringt man den User dazu zu erkennen, dass der gescannte Content für ihn doch relevant ist? Wenn der User schon mehrere Seiten besucht hat um relevanten Content zu erfassen fällt doch die Aufmerksamkeitsspanne runter und selbst die Vektoren auf die Relevanz wie Design, Typo, Bilder werden nicht mehr erfasst. Geht der User dann in die sozialistischen Medien erkennt er, dass auch hier das Überangebot an Vektoren zu relevanten Contents zunimmt. Die Katze beisst sich irgendwann mit der stetig zunehmenden Erfahrung der User in den Schwanz. Am Ende wird dann wohl doch nur eines helfen: “Helf Dir selbst, wie auch immer! Lerne Deinen Suchergebnissen zu vertrauen. Sei kein zu offensichtliches Herdentier um für Dich selbst Relevanz zu entdecken!”

Wireframes in Entwicklungsumgebung

Der Gedanke mit einem integrierten System Websites zu skizzieren und das ganze dann ohne grössen Medienbruch umzusetzen zu können bzw. mit Gestaltern und Entwickler abzustimmen hat mir keine Ruhe gelassen. Es gibt ja Tools für Wireframes (Meine bevorzugte und gelernte Methode für das Konstruieren von Websites) en Masse, wie Visio, Powerpoint. Jetzt habe ich ein Plugin für Eclipse gefunden, das genau das kann was ich in Powerpoint lange vermisst habe. Es ist doch immer wieder schön sich auch über die kleinen Dinge im Leben freuen zu können.

Kuckst Du hier: http://www.eclipseplugincentral.com/Web_Links-index-req-viewlink-cid-1351.html