Schlagwort-Archiv: Projektmanagement by Bauchgefühl

Auch Wehen haben ein glückliches Ende

Bei jeder Geburt meiner Kinder war ich in stillem Stolz, Bewunderung und Ehrfurcht über die Leistung der Mutter.

Auf wen kann man dieselben Gefühle richten, wenn endlich das erste Kind einer sehr langen Projektschwangerschaft das Leben der Welt erblickt? Auf sich selber, auf den Kunden, auf die anderen involvierten Dienstleister? Natürlich primär mal auf das Ergebnis: Ein Multisite-Portal System welches ermöglicht zielgruppenspezifische Inhalte und Services für vier Endgeräte-Typen zu in einer fantastischen Geschwindigkeit erstellen und zu managen, ohne das es allzu grosse Profi-Kenntnisse im Umgang mit CMS-System erfordert.

Und weil es solange gedauert hat hier nun mal einen Blick auf das erste zweisprachige Kind aus einem eigentlich dreisprachigen Land. Viele Learnings und Anekdoten aus der Anpassung, dem Aufbohren und der Verwendung von Drupal. Einen Blick auf das Backend gabs ja schonmal hier.

blog_zehnder-be

Freundschaftsdienst

Pro bono-Projekte haben ja ganz eigene Gesetze und Hintergedanken. Pro bono kann auch ein Freundschaftdienst sein. In diesem Fall war es eine kleine Website für eine Künstlerin die mir seit meiner Jugend intensivst bekannt ist. Klein aber fein, mit ein bisschen Einsatz von jQuery und Ajax. Simone, erobere Dir die digitale Welt.

www.simomo-art.com

Pitchfieber 38,6°C. Mindestens!

Ich erinnere mich an Pitches an alter Wirkungsstätte die mich einfach elektrisiert hatten. Zumindest zwei waren erfolgreich für den ehemaligen Brotgeber. Ich spüre eine ähnliche konzeptionelle Energie wie bei den Pitches bei einem Unternehmen aus Ingolstadt des Produkte *brummbrumm* machen und einem mittelständischen Konzern mit Sitz oberhalb von Esslingen mit dem gewissen *pfffftpffffft*

Zur Energie: Inhaltliche und funktionale Goodies, visuell in klarer Typograhie und als kleines Sahnehäubchen diverse mobile Anwendungen. Ein kleiner Rundumschlag mit Allem was man so im Kopf hat, wenn man sich kreativ mal austoben darf. So ist das unternehmerische Risiko. Das letzte Wort hat in diesem Fall der Kunde.

Ich freue mich auf kommende Woche. Denn dann werden die Ergebnisse dieser Überlegungen präsentiert.

Alter und Erfahrung schützen vor Torheit nicht

Ein gern gemachter “Fehler” ist, sich in Projekte mit begrenzten Budgets, engem Terminplan, nicht ausformulierter Aufgabenstellung und einen variablen Korridor der Zielerreichung einzulassen. Es ist unternehmerisches Risiko einer solchen Projektanfrage nachzugeben. Sei es, weil man keine andere Wahl hat, sei es aus strategischen Gesichtspunkten, wie z.B. der Hoffnung auf lukrative Folgeaufträge. Das für mich von Anfang an bekannte Risiko auf Zuruf ergänzende Änderungen und Zusatzanforderungen umsetzen zu müssen, wurde nicht ganz, aber immerhin dadurch heute entschädigt, vor dem Vorstand des Auftraggebers präsentieren zu dürfen. Seine Mitarbeiter meinten später, Gesetz der Schwelle, dass er sehr wenig kritisiert hätte. Positiv formuliert, er war zufrieden mit dem Stand der Arbeit. Oder auf gut väterlich-schwäbisch: Wenn ich nix sage, ist es Lob genug. Das lässt unternehmerisch hoffen, zumindest in guter Erinnerung zu bleiben und dadurch eine Hebelwirkung für zukünftige Projekte zu erzielen. Ist diese Hoffnung zu viel verlangt? Nope! Aber, es macht unternehmerisch wesentlich mehr Spass zu hören: Machen Sie das, koste es was es wolle! Aber genau so begann es bei dem gleichen Aufttraggeber, in anderer Konstellation, vor Jahren schon einmal. Geschichte wiederholt sich ja bekanntlich nicht, aber man kann von ihr auch Best practice ableiten. Und wieder stellt sich die Frage, darf man das so schreiben? Warum auch nicht ? Jeder bekommt nur Positives ab!