Vernetzte Diskussionen ohne Meinungsbildung

Hmm, Was mir gerade aufgefallen ist, als ich auf Digitalpublic einige spannende Artikel gelesen habe, war das die Kommentarfunktion von den meisten Leuten für das Posten von Anmerkungen genutzt wird. Klingt doch normal, jedoch war das früher nicht überall so. Vorallem nicht so häufig und zu jedem Artikel. Was mir also aufgefallen ist, ist die Weise wie man das heute macht: Und zwar in der Art, wo und von welchem Leser dieser Artikel gezwitschert worden ist. Als Banause zu Twitter mutmasse ich ja nur, dass bestimmte Abkürzungen (wie RT) dies bedeuten. Grundsätzlich ist das Hyperlinken von Inhalten und Websites ja ne prima Sache. Aber: Das ist doch unhöflich den Content zu konsumieren, ihn als zwitschernswert zu erachten, ihn zu verlinken, jedoch nicht mitzuteilen warum man diesen nun als zwitschenswert erachtet hat. Der Zwitschernde agiert somit nur als Router zu einem spannenden Content, macht diesen jedoch nicht spannender, gehaltvoller und relevanter durch seine Meinung. Er steigert den Wert des verlinkten Contents alleine durch den Link auf denselben. Er bringt sich mit dieser Wertschöpfung zwar in eine digitale Community ein, jedoch ist diese Teilnahme auf das blosse Anschauen, in max. 140 Zeichen? zitieren und das Verlinken des spezifischen Contents reduziert. Könnte man auch Contentgaffer nennen. Ich werfe nicht den ersten Stein… Ich schreibe keine Tweets. Ich versuche mich in der Kunst einigermassen gehaltvolle und vor allem authentische Inhalte zu erstellen.

Schreibe einen Kommentar