Alter und Erfahrung schützen vor Torheit nicht

Ein gern gemachter „Fehler“ ist, sich in Projekte mit begrenzten Budgets, engem Terminplan, nicht ausformulierter Aufgabenstellung und einen variablen Korridor der Zielerreichung einzulassen. Es ist unternehmerisches Risiko einer solchen Projektanfrage nachzugeben. Sei es, weil man keine andere Wahl hat, sei es aus strategischen Gesichtspunkten, wie z.B. der Hoffnung auf lukrative Folgeaufträge. Das für mich von Anfang an bekannte Risiko auf Zuruf ergänzende Änderungen und Zusatzanforderungen umsetzen zu müssen, wurde nicht ganz, aber immerhin dadurch heute entschädigt, vor dem Vorstand des Auftraggebers präsentieren zu dürfen. Seine Mitarbeiter meinten später, Gesetz der Schwelle, dass er sehr wenig kritisiert hätte. Positiv formuliert, er war zufrieden mit dem Stand der Arbeit. Oder auf gut väterlich-schwäbisch: Wenn ich nix sage, ist es Lob genug. Das lässt unternehmerisch hoffen, zumindest in guter Erinnerung zu bleiben und dadurch eine Hebelwirkung für zukünftige Projekte zu erzielen. Ist diese Hoffnung zu viel verlangt? Nope! Aber, es macht unternehmerisch wesentlich mehr Spass zu hören: Machen Sie das, koste es was es wolle! Aber genau so begann es bei dem gleichen Aufttraggeber, in anderer Konstellation, vor Jahren schon einmal. Geschichte wiederholt sich ja bekanntlich nicht, aber man kann von ihr auch Best practice ableiten. Und wieder stellt sich die Frage, darf man das so schreiben? Warum auch nicht ? Jeder bekommt nur Positives ab!

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